Grüne Werbeversprechen auf Mallorca im Faktencheck
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Recht & Verbraucherschutz · Mallorca

Greenwashing-Gesetz 2026:
Was sich für Mallorca ändert

Ab September wird grünes Marketing ohne Substanz verboten. Was das bedeutet – erklärt, ohne Juristendeutsch.

Von Regine Prause Semmelrogge · Juli 2026 · Living Room Mallorca
Regine Prause Semmelrogge
Regine Prause Semmelrogge Autorin · Media Creator · Podcasterin · Mallorca Bewohnerin · Tierschützerin 🐾

Echtheit statt Etikett. Ehrliche Worte statt schöner Verpackung. Ab September betrifft uns alle ein neues EU-Gesetz gegen Greenwashing – wir schauen genauer hin. Kein Juristendeutsch. Nur das, was du wissen musst.

Was ist Greenwashing überhaupt?

"Nachhaltig." "Klimaneutral." "Umweltfreundlich." Diese Wörter kleben mittlerweile auf halb Mallorca – auf Hotelbroschüren, Restaurant-Websites, Souvenirtüten. Klingt gut. Aber stimmt's auch?

Greenwashing bedeutet: Ein Unternehmen wirbt mit Umweltversprechen, ohne dass echte Belege dahinterstehen. Eine EU-Untersuchung hat gezeigt, dass über die Hälfte aller geprüften Umweltaussagen vage, irreführend oder komplett unbelegt waren. Das benachteiligt genau die Unternehmen, die es wirklich ernst meinen.

Das neue Gesetz: Die EmpCo-Richtlinie

Die Antwort der EU heißt EmpCo-Richtlinie ("Empowering Consumers for the Green Transition"). Sie wurde bereits 2024 beschlossen und ist – anders als die noch verhandelte Green Claims Directive – bereits feststehendes Recht.

📌 Die wichtigsten Eckdaten
Wichtig zu wissen: Verstöße sind über das Wettbewerbsrecht abmahnbar – von Verbraucherverbänden ebenso wie von Konkurrenzunternehmen. Die Deutsche Umwelthilfe geht schon jetzt gegen über 30 Unternehmen wegen irreführender Umweltaussagen vor.

Ein europaweiter Kurswechsel

Was hier passiert, ist mehr als eine kleine Gesetzesanpassung. Es ist ein Kurswechsel für den gesamten europäischen Markt: Erstmals wird verbindlich geregelt, dass grüne Versprechen nicht mehr nur behauptet, sondern belegt werden müssen – EU-weit, ohne Ausnahme für kleine Unternehmen.

Für Verbraucher in ganz Europa heißt das: mehr Klarheit, weniger Marketing-Nebel. Ein Schritt, der längst überfällig war.

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Fazit

Ab September 2026 wird grüne Marketing-Sprache verbindlich geprüft. Wer nichts beweisen kann, darf es nicht mehr behaupten.

Wir bleiben für euch dran und schauen uns die ersten konkreten Beispiele auf Mallorca genauer an – ehrlich, direkt, wie gewohnt.

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Quellen & weiterführende Links